Albtraum oder Nachtschreck? So erkennst du den Unterschied

Albtraum Nachtschreck Familienstark Blog

Mitten in der Nacht fängt dein Kind zu Weinen an und lässt sich kaum beruhigen. Oder es wird schreiend wach und schlafwandelt. Ist das jetzt ein Albtraum oder ist es der berühmte Nachtschreck? Wie du das erkennen kannst und wie du am Besten reagierst, erzähle ich dir in diesem Artikel.

Parasomnien, also Schlafstörungen können schon im Alter von etwa zwei Jahren auftreten. Albträume und Nachtängste zählen dabei zu den häufigsten Formen. Diese beiden werden oft verwechselt. Man kann sie aber leicht auseinanderhalten, wenn man einige Dinge beachtet.

Pavor Nocturnus – der Nachtschreck

Der Nachtschreck oder die Nachtangst zählt ebenso wie Albträume zu den Schlafstörungen im Kindesalter die häufig auftreten. Meist werden betroffene Kinder schreiend „wach“. Das Kind hat die Augen offen und womöglich schlafwandelt es auch. Während dieser Phasen ist auch der Herzschlag erhöht und das Kind atmet schneller.

Im Gegensatz zum Albtraum tritt der Nachtschreck vorwiegend in der ersten Nachthälfte auf. Oft sogar kurz nach dem Einschlafen. Das schlafende Kind befindet sich dabei im Tiefschlaf bzw. im Übergang zu einer leichteren Schlafphase.

Was kannst du tun? Wenn diese Beschreibung auf eure Nächte zutreffen, ist es wichtig, das Kind nicht zu wecken. Besser ist es, dein Kind dabei zu begleiten und zu versuchen, dass es sich nicht nicht verletzt. Sprich beruhigend mit deinem Kind, berühre es sanft, wenn es das zulässt. Bleib bei ihm, bis es wieder ruhig eingeschlafen ist.

Kinder können sich an diese Episoden während der Nacht am nächsten Morgen nicht mehr erinnern. Auch wenn es für Eltern eine schreckliche Erfahrung ist, ihr Kind so zu sehen, muss man sagen, dass der Nachtschreck nicht gefährlich ist. Er verschwindet meist von selbst wieder. Woher der Nachtschreck kommt, ist leider nicht geklärt.

Der Albtraum oder Angsttraum

Ganz anders stellt sich der Albtraum dar. Er tritt eher in der zweiten Nachthälfte auf und fällt in die REM-Phase. Das Kind ist also in einem leichten Schlaf. Dein Kind lässt sich wecken – und genau das solltest du auch tun.

Auslöser für Albträume ist häufig psychischer Stress. Hier kannst du hinsehen, was sich am Tag zuvor ereignet hat und das noch mal ansprechen oder erklären. Hat dein Kind einen Albtraum tröste und beruhige es, nimm es in den Arm und gib ihm die Sicherheit, dass du da bist. Manchen Kindern kann es helfen, wenn es den Traum erzählen darf. Wenn es das nicht möchte, ist das auch völlig in Ordnung. Eine Zeichnung kann ebenfalls helfen. Diese wird danach zerrissen oder in ein Kästchen gesperrt, damit der Traum nicht mehr raus kann.

Elternbett? eigenes Zimmer? In beiden Fällen – also bei Albtraum und Nachtschreck – ist es für Eltern und Kind von Vorteil, wenn das Kind bei den Eltern schläft. Es beruhigt sich erfahrungsgemäß schneller, da es die Sicherheit hat, dass die Eltern da sind. Wenn dein Kind schon im eigenen Zimmer schläft, kann es helfen, es solange zu sich ins Elternbett zu nehmen, bis die Nächte wieder ruhiger sind.

Zur besseren Übersicht hab ich dir hier eine kleine Tabelle erstellt:

Albtraum Nachtschreck Übersicht Unterschiede

Was genau ist der REM-Schlaf?

Jeder Mensch durchläuft nachts verschiedene Schlafphasen. Eine davon ist der REM-Schlaf. REM bedeutet Rapid Eye Movement. Er zeichnet sich durch eben diese heftigen Augenbewegungen aus. Auch Körperbewegungen und unregelmäßiger Atem können beobachtet werden. Der REM-Schlaf ist eine Leichtschlafphase, aus der man schneller aufgeweckt werden kann. Träume entstehen ebenfalls in dieser Phase des Schlafes.

Mein Kind schläft nicht durch. Ist das eine Schlafstörung?

Grundsätzlich nein. Es kommt jetzt allerdings darauf an: Wie alt ist dein Kind? Und was verstehst du unter durchschlafen. Gerade bei Babys und Kleinkindern wird viel zu früh die Erwartung gestellt, dass sie durchschlafen sollen oder müssen. Ein Kind mit sechs Monaten braucht noch die Nähe seiner/ihrer Bezugsperson.

Es dauert etwa drei Jahre, bis die Schlafentwicklung abgeschlossen ist (bei manchen kürzer, bei manchen länger). Und auch danach ist der Mensch nicht darauf ausgelegt, wirklich tief und fest durchzuschlafen. Auch du als erwachsene Person wirst nachts wach. Aber du kannst wieder einschlafen, meist ohne dass es dir groß auffällt. Kinder lernen das erst – durch Vertrauen, Sicherheit und liebevolle Begleitung.

Hast du noch Fragen zu Schlafstörungen? Oder bist du dir unsicher, ob dein Kind „richtig“ schläft? Dann schreib mir gerne oder vereinbare einen Termin mit mir. Mehr zu Ablauf? HIER entlang!

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