Mein Jahresrückblick 2025 – ehrlich und ungeschönt
Im Jänner sind wir längst angekommen, und die ersten Zwischenspiele hat 2026 auch schon geliefert – keine Sorge, nichts Dramatisches, eher diese kleinen Ereignisse, die den Alltag kurz ins Stolpern bringen. Es zeichnet sich ab, dass dieses Jahr wohl unter dem Motto stehen könnte: Keine Woche ohne Zwischenfälle.
In diesem Artikel geht es aber um das davor.
Um meinen Jahresrückblick 2025 – ehrlich und ungeschönt.
Mit ein paar Zahlen, Daten und Fakten. Und mit einigen persönlichen Momenten.
Schön, dass du mitliest.
Sleep Talk: fachlich angekommen
Empfohlen habe ich den Sleep Talk schon seit Jahren. Leider bin ich in meinen Schlafberatungen immer wieder an die Grenze gestoßen: Es gibt keine Ansprechpersonen für Sleep Talk in Österreich. Deshalb habe ich mich letztes Jahr entschlossen, selbst diese Ansprechperson zu werden.
Durch meine Ausbildung zur Sleep Talk Specialist darf ich diese wertvolle Methode an meine Beratungseltern weitergeben und du kannst so mit minimalem Einsatz gute Ergebnisse erzielen.
Pop-up-Store
Der Pop-up-Store von Barefoot Austria war über viele Jahre hinweg ein fixer Bestandteil unseres Jahresrhythmus. Etwa sechs Jahre lang kam er zweimal jährlich zu uns – verlässlich, vertraut, eingebettet in einen gemeinsamen Weg. Viele Familien sind regelmäßig gekommen, die Eltern haben im Shop geschaut, während die Kinder miteinander gespielt haben. Wir kannten uns, die Kinder kannten sich auch.
2025 war nun das letzte Jahr in dieser Form. Catharina ist aus persönlichen Gründen nicht mehr Teil dieses Projekts, und damit hat sich auch das Format verändert. Wir haben als Familie gemerkt, dass wir diese Ressourcen anderswo besser einsetzen können. Was bleibt, ist Dankbarkeit für eine lange gemeinsame Zeit – und die Erkenntnis, dass manches genau deshalb wertvoll war, weil es nicht für immer gedacht war.
Ganz weg ist der Pop Up Store dennoch nicht. Er kommt noch regelmäßig ganz in unsere Nähe, und zwar zu den Stöttingers.
Mein 40. Geburtstag

Im Juli bin ich 40 geworden. Und dieser Geburtstag war genau so unspektakulär, wie ich es mir gewünscht habe. Wer meine Kinder fragen würde, was ich mir zum Geburtstag wünsche, würde als Antwort immer bekommen: „Ruhe und Frieden.“
Es gab eine gemütliche Mädelsrunde mit herrlichem Essen und Cocktails, ohne großes Programm, ohne Erwartungsdruck. Mit guten Gesprächen und ein bissl Wehmut beim Nachhausefahren. Meine Familie war kam vorbei auf a Kesselheiße, wir haben Zeit miteinander verbracht – mehr nicht, aber auch nicht weniger.
Kein Feiern-Müssen, kein „Das gehört jetzt so“. Es war ruhig, unaufgeregt und stimmig. Und vielleicht war genau das das schönste Geschenk.
Mitten in der Wut
Als Mutter war 2025 ein intensives Jahr. Ich habe meine beiden Kinder durch viele Wutanfälle begleitet – nicht theoretisch, nicht aus der Beobachterinnenrolle heraus, sondern mitten im Alltag. Nicht immer ruhig, nicht immer souverän, aber präsent. Meine eigene Wut habe ich dabei mehr als einmal hinterfragen dürfen.
Diese Erfahrungen fließen in meine Arbeit ein, ohne dass sie je als Anleitung gedacht sind. Elternschaft ist kein Konzept, das man einmal versteht und dann umsetzt. Sie passiert, jeden Tag neu, oft ungeplant und selten perfekt. Perfekt ist nicht mein Anspruch, so gut wie möglich reicht. Wir wissen, dass wir jeden Tag unser Möglichstes tun. Meine Kinder wissen, dass sie mit ihrer Wut immer zu mir kommen dürfen, ich halte sie aus.
Wenn du magst lies gern hier weiter: Warum Erklären in einem Wutanfall nichts bringt.
Kindergarten: Neubeginn
Falls du meine Fun Facts noch nicht gelesen hast: Ich bin seit ein paar Jahren Obfrau in der Kindergruppe Moos. Im März ist unser Kindergarten in sein neues Gebäude gezogen. Ein Schritt, der größer war, als er auf den ersten Blick wirkte. Neben dem täglichen Kindergartenalltag, war der Umzug selbst organisatorisch herausfordernd, aber mindestens genauso fordernd war die Eingewöhnungsphase im neuen Haus – neue Räume, neue Abläufe, neue Dynamiken für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Mit etwas Abstand wird klar: Dieses Jahr brauchen wir, um einen gesamten Jahreskreislauf in diesem neuen Gebäude zu durchleben. Ankommen heißt nicht sofort funktionieren. Manches darf sich erst setzen, bevor es sich stimmig anfühlt.
Wien
Eines der persönlichen Highlights dieses Jahres war unser Städteurlaub in Wien. Kein klassischer Erholungsurlaub, keine lange Wunschliste an Programmpunkten – sondern gemeinsame Zeit in einem anderen Rhythmus. Weniger müssen, mehr sein. Zeit, die verbunden hat und genau deshalb geblieben ist.
Bevor wir losgefahren sind, hatte ich alle möglichen Befürchtungen. Meine Kinder sind nicht von der leisen und ruhigen Sorte, deshalb war ich in Sorge, wie wir das in der Stadt machen würden. Der Verkehr (bitte immer bei mir bleiben!), und wird ihnen mein Programm vielleicht zu langweilig?! Im Hotel ist es aber auch nicht sooo spannend. Die schlimmsten Befürchtungen sind oft für die Katz`. So auch hier: Sie haben es geliebt! Den Trubel, die vielen Leute und dass sie sich so viel anschauen durften. Vielleicht schreibe ich darüber ja noch einen eigenen Artikel mit unseren liebsten Museen und dem tollen Hotel als Empfehlung für euch.
ÖGB Kirchdorf
Seit Juni arbeite ich beim im ÖGB Regionalsekretariat in Kirchdorf als Büroassistentin – und bin dort arbeitstechnisch angekommen. Die Arbeitsatmosphäre ist ruhig, wertschätzend und klar strukturiert. Ich fühle mich wohl. Die Arbeit ist sinnstiftend, und ich habe das Gefühl, etwas erreichen zu können – gesellschaftlich und sozial.
Ich habe nicht aktiv danach gesucht, ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, ich wollte gar nicht wieder ins Büro zurück. Aber: Wenn es passt, dann passt es einfach.
Vielleicht am wichtigsten ist aber etwas anderes: Es ist eine Arbeit, bei der ich nicht allein für alles verantwortlich bin. Kein permanenter Druck, kein Allein-Tragen. Diese Entlastung wirkt – auch auf meine selbstständige Tätigkeit.
Zahlen, Daten, Fakten
2025 war arbeitsreich und wirksam.
Im Laufe des Jahres hatte ich:
- 51 Einzelberatungen in ganz Oberösterreich (und via Zoom auch in ganz Österreich)
- 54 Workshops und Vorträge
- durchschnittlich 12 Teilnehmerinnen pro Workshop
- in den Eltern- und Mutterberatungsstellen jedes Monat mehrere Familien in kurzen Beratungen
- insgesamt über 700 direkte Kontakte mit Familien
Das sind keine Followerzahlen und keine Reichweitenstatistiken. Es sind reale Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Prozesse. Trotz meiner Erwerbsarbeit und dem Ehrenamt im Kindergarten habe ich fast genau so viele Beratungen und Workshops gemacht wie früher. Auch wenn die Zahlen hier wenig oder klein wirken, ich bin stolz darauf, was ich dieses Jahr geleistet habe.
Wie du mit mir arbeiten kannst, kannst du hier nachlesen: Beratungen, Workshops, Elternberatung mit Bettina.
Geld lernen
Mein Glaubenssatz zum Thema Geld ist seit ich ein kleines Kind war „Ich kann nicht mit Geld umgehen.“. Deshalb hab ich auch nie welches. 2025 war es dann soweit, ich wollte mir das nicht mehr selbst einreden und habe mich eingehend damit beschäftigt. Genau gesagt: Ich habe mit Investments angefangen und ein Portfolio eröffnet. Nicht mit dem Ziel, reich zu werden, sondern aus dem Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen. Für mich. Für meine Zukunft – der Pension Pay Gap ist mehr als Real!
Es waren kleine Beträge, viele Fragen und eine Lernkurve, die dazugehört. Vor allem aber war es ein Schritt in Richtung Selbstwirksamkeit. Ich wünsche mir, dass dieses Thema für Frauen und insbesondere für Mütter selbstverständlicher wird.
2026 in Sicht
Für 2026 steht bereits ein nächster Schritt fest: der Start meiner Artgerecht-Ausbilderinnen-Ausbildung. Kein großes Versprechen, kein Launch, kein fertiger Plan. Eher ein leiser Ausblick auf das, was sich stimmig anfühlt. Mehr dazu erfahrt ihr bald auf meinem Instagram Kanal.
Zum Schluss

2025 war kein lautes Jahr. Aber ein dichtes. Wenn mir jemand fragt, was gibt es Neues, sage ich oft, nicht viel. Aber im Hintergrund tut sich immer einiges. Ich hoffe, mit diesem Jahresrückblick habe ich euch einen Einblick gegeben, was bei mir so los ist, auch wenn ich sage „nichts“.
Schön, dass du mitliest.
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